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Newsletter der Bundesvereinigung Lebenshilfe vom 22. November 2018

Editorial

Barrieren diskriminieren – Angemessene Vorkehrungen helfen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat ein neues Gutachten veröffentlicht. Das Ergebnis: Deutschland muss ein einklagbares Recht auf „angemessene Vorkehrungen“ in seinem Antidiskriminierungsrecht verankern. Nur so können UN-Behindertenrechtskonvention und EU-Recht umgesetzt werden.

Immer noch werden Menschen mit Behinderung in Deutschland durch bestehende Barrieren diskriminiert. Bauliche oder sprachliche Hindernisse erschweren beispielsweise das Einkaufen im Supermarkt oder den Friseurbesuch. Hier können sogenannte „angemessene Vorkehrungen“ helfen.

Auf Basis des Gutachtens hat der Leiter der Antidiskriminierungsstelle den Gesetzgeber nun dazu aufgerufen, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz entsprechend zu ändern und ein einklagbares Recht auf „angemessene Vorkehrungen“ künftig ausdrücklich gesetzlich festzuschreiben.

Dann könnten Menschen mit Behinderung private Anbieter von Waren und Dienstleistungen auf Schadensersatz verklagen, wenn diese ihnen die benötigte Hilfestellung vorenthalten. Dies entspricht einer langjährigen Forderung der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Es liegt nun an der Bundesregierung, ihrem Versprechen aus dem Koalitionsvertrag nachzukommen und zu prüfen, „wie Private, die Dienstleistungen für die Allgemeinheit erbringen, angemessene Vorkehrungen umsetzen können.“

Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust
Bundesgeschäftsführerin

Lebenshilfe setzt sich seit 60 Jahren für eine inklusive Gesellschaft ein

Die Vereinigung für Menschen mit Behinderung und ihre Familien begeht ihr Jubiläum am Gründungsort Marburg. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Medienpreises BOBBY an Dr. Eckart von Hirschhausen. Weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratuliert der Lebenshilfe zum 60. Geburtstag

In einer Videoansprache gratuliert Bundeskanzlerin Angela Merkel der Lebenshilfe zu ihrem Jubiläum. Weiter.

Unermüdlicher Werber für eine Gesellschaft der Vielfalt: Dr. Eckhart von Hirschhausen erhält den Lebenshilfe-Medienpreis Bobby 2018

Dr. Eckart von Hirschhausen ist am 15. Nov. 2018 im hessischen Marburg mit dem Lebenshilfe-Medienpreis BOBBY 2018 ausgezeichnet worden. „Als Arzt, Moderator, Komiker, Autor und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN wirbt er unermüdlich für eine Gesellschaft der Vielfalt, in der kranke, alte und behinderte Menschen nicht an den Rand gedrängt werden dürfen“, heißt es in der Begründung der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Weiter.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Barrieren diskriminieren – Angemessene Vorkehrungen helfen

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat ein neues Gutachten veröffentlicht. Das Ergebnis: Deutschland muss ein einklagbares Recht auf „angemessene Vorkehrungen“ im deutschen Antidiskriminierungsrecht verankern. Nur so können UN-Behindertenrechtskonvention und EU-Recht umgesetzt werden. Angemessene Vorkehrungen sind Hilfestellungen, die eine Person im Einzelfall benötigt, um gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Weiter.

Stellenanzeige

Die Lebenshilfe Dillenburg e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:
Leitung des Sozialen Dienstes der Dillenburger Werkstätten - Unbefristet in Vollzeit (39 Wochenstunden) zum nächstmöglichen Zeitpunkt für den Standort Dillenburg. Weiter.

Aufruf zur Mitarbeit: Unterstützungspersonen für Selbstvertreter-Kongress gesucht!

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe wird vom 29 .- 31. August 2019 an der Universität Leipzig den Selbstvertreter-Kongress „Mit uns ist zu rechnen! Selbstvertreter stärken sich“ durchführen. Wir glauben: Bei Ihnen vor Ort in den Lebenshilfen gibt es schon viele gute Beispiele, wo Menschen mit (geistiger) Behinderung sich und ihre Rechte gut vertreten und Inklusion selbstverständlich leben. Wir suchen: Menschen, die Lust haben, auf dem Kongress ihre Erfahrungen in einer Arbeits-Gruppe vorzustellen. Sie haben eine Idee und Lust, beim Kongress eine Arbeits-Gruppe zu leiten? Dann melden Sie sich bei uns.
Kontakt: Institut inForm, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., institut-inform@lebenshilfe.de, 06421/491-148.

Die Wohnsituation von Menschen mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen in Hessen

Lebenshilfe Landesverband Hessen veröffentlicht Studie über den Wohnraummangel von Menschen mit Behinderung in Hessen. „Wenn der Inklusionsgedanke beim Wohnen in die Realität umgesetzt werden soll, ist eine erhebliche Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus erforderlich“, so das Fazit der Forscher vom renommierten Pestel-Institut. Weiter.

Angebote des Bildungsinstituts inForm zum Thema FASD

Im Fokus: Menschen mit FASD – die Regelversorgung allein genügt (oft) nicht. Stolpersteine und Lösungsansätze

Das Institut inForm widmet sich im Jahr 2019 intensiv den Bedarfen von Menschen mit FASD, der diesbezüglichen fachlichen Qualifizierung von Mitarbeitenden und der bedarfsorientierten Entwicklung von Einrichtungen, Diensten und Angeboten.

Fachtagung am 14. Februar 2019 in Kassel (191122)

Menschen mit FASD bedarfsgerecht begleiten. Ein Fachtag zu den konzeptionellen und strukturellen Anforderungen an Dienste und Einrichtungen
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Seminar am 22.–23. März 2019 in Marburg (190204)

Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) im Familienalltag betreuen, begleiten und unterstützen

Ein Angebot für Adoptiv- und Pflegeeltern
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Seminar am 17.–18. Januar 2019 in Marburg (191119)

Menschen mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) verstehen und kompetent begleiten

Verhaltensbesonderheiten, Langzeitverlauf und Hinweise für die Betreuung
Mehr erfahren

Seminare am 09.–10. Juli und 19.–20. September 2019, beide in Marburg (191126/191124)
Durchführung eines Gruppenangebotes für Menschen mit FASD

Mehr erfahren (Juli), Mehr erfahren (September)

Linktipps und Downloads

Deutscher Verein: Publikationen zur Wirkung sozialer Arbeit

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorgee.V. hat zwei Publikationen zum Thema Wirkung(sorientierung) in der Sozialen Arbeit herausgegeben:

SAk 18 | Wozu die Wirkung Sozialer Arbeit messen? Eine Spurensicherung von Monika Burmester und Norbert Wohlfahrt. Weiter.

Archiv (für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit) Nr. 3/2018 | Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit. Weiter.

Umfrage zu Erfahrungen behinderter Menschen bei der Beantragung von Leistungen

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen führt eine Umfrage zu Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen bei der Beantragung von Leistungen durch. Es geht darum, wie Behörden mit behinderten Menschen oder ihren Angehörigen umgehen, die sich an sie wenden, um Unterstützung zu beantragen. Die Bearbeitung des Fragebogens dauert circa 15 Minuten. Eine Teilnahme ist noch bis zum 30. November möglich. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Januar 2019 veröffentlicht. Zur Umfrage.

Lokale Agenda 21 – Für ein zukunftsfähiges Augsburg

Wenn es um die Zukunft eines lokalen Gemeinwesens geht, ist die Lokale Agenda 21 ein geeignetes Forum, gemeinsam mit anderen über die Soziale Frage Inklusion zu beraten. Es gibt an vielen Orten eine Lokale Agenda 21. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat für erfolgreiche Projekte 2018 Preise verliehen - u.a. an die Lokale Angenda 21 der Stadt Augsburg, denn "Transformationsprojekte haben einen kraftvollen Hebel, um die Gesellschaft zu verändern. Sie verfolgen einen neuen Ansatz und fördern neues Denken“. Weiter.

Zeitschrift Teilhabe 4/18 erschienen

Wie werden Leichte-Sprache-Texte geprüft? Daniel Bergelt und Janine Kaczmarzik gehen in der neuen Ausgabe (4/18) der Zeitschrift Teilhabe dieser Frage nach. Daniel Bergelt stellt anhand seiner Erhebung die aktuelle Prüfpraxis von 31 untersuchten Leichten-Sprache-Prüfbüros vor. Janine Kaczmarzik sieht sich den Prüfprozess aus linguistischer Perspektive genauer an, indem sie die einzelnen Prüfmethoden näher untersucht, beschreibt und voneinander abgrenzt. Weitere Themen in der Ausgabe sind:

  • Modernisierungsdefizite in der „Behindertenhilfe“
  • Sozialräume beforschen
  • Freiheitsentziehende Maßnahmen
  • Betreutes Wohnen in Familien

Weiter.

Veranstaltungskalender des Bildungsinstituts inForm

Seminar, VA-Nr. 180409

Personalgewinnung und Personalentwicklung bei Freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Mitarbeitenden

Leitung: Ute Clausner – Dipl.-Sozialpädagogin, Projektleiterin in der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland
05.–06. Dezember 2018 in Marburg

Weitere Information und Anmeldung

Seminar, VA-Nr. 181201

Das System der Sozialleistungen: die unterschiedlichen Leistungen für Menschen mit Behinderung und ihr Zusammenwirken kennen und verstehen

Leitung: Professor Dr. Friso Ross – Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
05.–06. Dezember 2018 in Marburg

Weitere Information und Anmeldung

Seminar, VA-Nr. 191203

Die Hilfen zum Lebensunterhalt und die Grundsicherung(en): Meilensteine der   Existenzsicherung

Leitung: Professor Dr. Friso Ross – Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
21.–22. Januar 2019 in Marburg

Weitere Information und Anmeldung

Seminar, VA-Nr. 190606

Bedarfsermittlung auf Grundlage der ICF
Leitung: Bernadett Louis – Dipl.-Sozialpädagogin, exam. Krankenschwester
28.–29. Januar 2019 in Marburg

Weitere Information und Anmeldung

Seminar, VA-Nr. 191204

Die (neuen) Teilhabeleistungen nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG)
Leitung: Professor Dr. Friso Ross – Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten 29.–30. Januar 2019 in Marburg

Weitere Information und Anmeldung

Seminar, VA-Nr. 191001

Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung
Leitung: Julia Middelhauve   – Dipl.-Gerontologin, Dipl.-Industrie-Designerin, Lehrbeauftragte an der Hochschule Hannover
04.–06. Februar 2019 in Marburg

Weitere Information und Anmeldung

Impressum:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.,
Raiffeisenstraße 18, 35043 Marburg,
Telefon 06421/491-0, Fax, -167,
E-Mail: bundesvereinigung@lebenshilfe.de
Registergericht: Amtsgericht Marburg
Registernummer: VR 972
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 113 34 7507

Herausgeber: Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 5 Telemediengesetz:
Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust
Tel: 0 30 / 20 64 11 - 101
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